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Big Bike Naked – Ein Vergleichstest

Die Tage hatte ich Gelegenheit 3 aktuelle Naked Bikes des Modelljahres 2014 einen Tag lang durch die Pfalz zu bewegen und in kurvigem Geläuf miteinander zu vergleichen.

Zum Vergleichstest stellten sich die
• KTM 1290 Superduke
• BMW S1000R
• Ducati Monster 1200

Los ging es  mit der KTM. Die 170 PS am Hinterrad des typisch KTM laufenden V2 haben richtig Dampf. Bei entspannter Sitzposition lässt sich wunderbar mit der KTM spielen. Das Fahrwerk macht einen perfekten Eindruck auf mich. Sie fällt quasi von alleine in Schräglage und meistert jede Kurve präzise. Der Lauf ist absolut stabil. Wie auf Schienen geführt wird mein Grinsen unter dem Helm immer breiter. Die typischen KTM Vibrationen kann ich hier völlig ignorieren. Auf längeren Touren schieben die sich aber bestimmt mehr in den Vordergrund. Die Optik wirkt sehr schmal. Die Leistung sieht man der Duke nicht an. Die Anordnung aller Bauteile ist stimmig und aufgeräumt.

Mittagspause: Pfälzer Hausmannskost ist absolut zu empfehlen.

Nach der Mittagspause geht es mit der BMW weiter.  Auch hier liegen laut Messungen diverser Zeitschriften rund 170 PS am Hinterrad an. Den Ursprung im Supersportlersegment wird die nackte 1000er nicht los. Das Fahrwerk ist perfekt abgestimmt und auch ne ganze Ecke weicher als man es von der 1000er Supersportler kennt. Als Erstes fiel mir der einmalig geniale Sound der Serienauspuffanlage auf. Wow, das hätte ich von BMW so nicht erwartet.  Nicht zu laut aber doch ziemlich offensiv. Die verschiedenen Setup Einstellungen der BMW können während der Fahrt problemlos umgestellt werden. Die Änderungen sind sofort spürbar. Die Elektronik arbeitet tadellos und das Motorrad fährt quasi von alleine. So fühlt es sich aber leider auch an. Diese Perfektion macht das feeling mit ihr etwas charakterlos. Die Optik wirkt sehr aufgeräumt. Hier passt alles gut zusammen.
Für längere Touren ist die BMW bestimmt bestens geeignet. Sind die Kurven nicht zu eng, hat man mit ihr eine Menge Spaß.

Nun machen wir eine Pause für jede Menge Fahraufnahmen in allen möglichen Positionen. Nach dem Moppedfotoshooting geht es dann weiter mit der Ducati Monster.

Ja das ist ein V2 wie er italienischer nicht sein kann. Mit nur rund 130 PS am Hinterrad ist die Monster die “schwächste” Maschine, falls man bei über 100 PS überhaupt von schwach sprechen kann.
Das Fahrwerk macht einen guten Eindruck. Die Sitzposition ist sehr Vorderrad orientiert. Um sie in die Kurven zu bringen, ist aktive Mitarbeit gefordert. Der Serienendtopf macht von allen Dreien die lauteste Musik. Ducati typisch will der V2 auf Drehzahl gehalten werden, macht aber oberhalb  3000 Touren ein sehr breites Grinsen. Die Anordnung der Fussrasten ist etwas gewöhnungsbedürftig. Je nachdem wie man sich auf den Rasten postiert, hat man relativ wenig Platz für die Füsse. Von rechts betrachtet finde ich die Optik gelungen, der Bugspoiler sieht aus, als ob er da gar nicht hingehört.
Von links sehe ich irgendwie nur ne fetter Wasserpumpe mit Schläuchen. Italienisch halt! Ach ja eins noch: Wann kann Ducati mal einen ausreichenden Lenkeinschlag an den Monster Modellen verbauen? Beim rangieren hat die Monster den Wendekreis eines LKW.

Auf die technischen Daten und Ausstattungsmerkmale der 3 Motorräder will ich hier nicht weiter eingehen. Schaut euch hierfür bitte direkt auf den Herstellerseiten um! :)

Mein Fazit zu den 3 Big Bikes:

Die KTM ist die Schönste, die BMW ist perfekt, aber den meisten Spaß hatte ich auf der Monster.

Vielen Dank an dieser Stelle nochmals an www.bikerszene.de für die Bereitstellung der Motorräder.

Hier noch ein par Bilder für euch