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Countdown to Imola “Mein Reisetagebuch” -Tag5-

Der perfekte Tag zum Motorrad fahren! Sollte man eigentlich denken. Du wachst bei traumhaftem Wetter in einem super netten Hotel in Südtirol auf, hast hervorragend geschlafen und bist bestens gelaunt! Um 07.00 Uhr starte ich auf der Crossrunner mit einem ganzen Schwung Fireblade´s auf zu einer Runde Pässe schrauben vor dem Frühstück. Ich mag das Mopped immer mehr. Gerade in den Alpen auf engen Passstrassen geht der Crossrunner so richtig ab. In engen Spitzkehren ist das Teil handlich wie eine Supermoto und macht hammerhart geile Laune.

Nach einem ausgiebigem Frühstück gings dann mit ganz viel Verspätung auf unsere letzte Etappe. Ziel: Offenbach.
Wir fuhren noch über einige Pässe. Mein Mopped für die letzte Etappe war mal wieder die CB 1300. Das Teil wurde nicht umsonst vor einem Jahr zum Alpen Master der Zeitschrift Motorrad gekürt. Das Dickschiff fährt sich total gutmütig und ist auf längeren Strecken einfach unschlagbar. Super komfortabel lässt sich auf ihre Reisen. Da tut auch nach Stunden nix weh.

Irgendwann Nachmittags so um 15.00 Uhr kehrten wir irgendwo unterwegs zum Mittag Essen ein. Wann wollten wir nochmal in Offenbach sein? Leute das wird extrem eng. Weiter gings über den Brennerpass und das Hahntenjoch.
Das Hahntenjoch! Bekannt bei jedem Motorradfahrer im Umkreis von 500 und mehr km. Ich bin diesen Pass schon öfters gefahren. Die Auffahrt von nördlicher Seite ist traumhaft schön. Die Südseite dafür immer nass und rutschig.
Da ich die Strecke kenne, wir vom Süden her kommen und die Strasse (wie immer) total nass und rutschig ist, bin ich auch extrem langsam unterwegs. Fast oben angekommen fahre ich eine leichte Rechtskurve. Als ich die CB1300 auf der Geraden wieder beschleunigen möchte passiert es auch schon. Zack haut mir das Vorderrad weg! Ich versuche noch mit der Hinterradbremse irgendwas zu stabilisieren aber das gelang mir nicht und ich machte mich lang. (kann man mit einem combined ABS da überhaupt noch was abfangen?). Als ich so mit bestimmt ziemlich betröpfelnden Gesicht auf der Strasse saß und das Mopped hinter mir lag trudelten auch die anderen ein. Da bemerkten wir auch den Grund für meinen Abgang: Die Strasse war über eine Länge von 20m total ölig. Viele riesengroße Ölpfützen lagen auf der Strasse. Das war so rutschig, das man da kaum laufen konnte ohne zu rutschen…….

Da ich recht langsam war, lies sich die CB 1300 mit etwas Gaffa und dem vorhandenen Bordwerkzeug wieder gangbar machen.
Mir schmerzte die linke Schulter etwas. Unser Medizinmann @broaaaa untersuchte mich und konnte aber nix Konkretes feststellen. Mein Arm lies sich eniwandfrei bewegen und ich fühlte mich gut. Also rauf aufs Mopped und ab auf den Heimweg. Unterwegs brannte mir mein rechtes Schienbein und fühlte sich etwas wund an. Abends um 23.00 Uhr waren wir dann zuhause angekommen. Der Herr @griesgram999 war unser Übernachtungsgast und wir fuhren direkt zu mir nachhause.
Dort angekommen luden wir erstmal das Gepäck ab und @moppedhexe wartete mit kühlem Bier auf uns.

Als ich meine Motorradstiefel auszog, sah ich dann leider auch gleich, warum mein Schienbein so brannte. Ich hatte dort eine ca. 5 cm lange Platzwunde. Also Bier weggestellt, Verband angelegt und ab ins Krankenhaus zum nähen. Der Arzt diagnostizierte dann auch gleich noch einen zweifachen Schlüsselbeinbruch und erklärte die Motorradsaison für mich für beendet….
Klavikular

Mein persönlicher Saisonstart 2011!

Da will man (ich) mal schnell zum Onkel Polo fahren und ne neue Moppedbatterie kaufen und schon ist’s passiert. Krach machts von hinten und ich flieg durch die Gegend. Da hab ich mich wegen einem moppedblinden Dosenfahrer gelängt. Mopped am Arsch ( Ok, war die SLR meiner Frau), die Klamotten von Kopf bis Fuß ruiniert und wo ich grad von Füßen rede: meinen linken Fuß hats ausgehängt. 3 Brüche und die Bänder ab. Na Klasse! 6 Wochen hatte ich jetzt so was wie einen Astronautenschuh am Bein und war nahezu bewegungsunfähig. Der Schuh ist jetzt ab und mein Fuß muss wieder lernen sich zu bewegen. Und das am besten ganz schnell, denn mit einem steifen linken Fuß kann man irgendwie keine Gänge durchschalten.

Fazit: passt bitte alle auf, immer 2 Hand breit Gummi zwischen der Strasse und euch zu haben!

Motorradunfall in Hamburg

Hier veröffentlicht Spiegel.Online das Video eines Motorradunfalls in Hamburg.

Was ich an dem Unfallhergang sehr interessant finde ist, daß der Motorradfahrer das Auto quasi anvisiert. Hier wird mal wieder eindeutig: wir fahren dort hin, wo wir hinschauen. Wäre der Motorradfahrer auf seiner Linie geblieben, wäre es nicht zu dem Unfall gekommen. Sieht ziemlich heftig aus, ich hoffe es ist ihm nicht zuviel passiert.