Mit Alufelgen durch den Winter?

Die Optik der Autos ist seit jeher ein wichtiges Anliegen und der Winter stellt den Fahrer vor die Entscheidung, auf welche Felgen er sich die Winterreifen ziehen lassen soll. In der Vergangenheit war die Frage schnell beantwortet, sie lautete: auf Stahlfelgen. Diese wurden dann mit einer schicken Radkappe versehen und fertig war der Winterlook. In Zeiten, in denen 15-Zoll-Felgen als groß galten, war dies auch alles optisch vertretbar. Die Stahlfelgen hatten dann meist vierzehn oder bei Kleinwagen nur dreizehn Zoll. Doch hat sich das gesamte Fahrzeugdesign zunehmend verändert.

Die Größe machts

Die Felgen sind im Laufe der Jahre immer größer geworden, besonders bei den SUVs sind 20- oder 21-Zoll-Felgen gang und gäbe. Für den Winter kommen auf modernen Fahrzeugen Stahlfelgen kaum mehr in Betracht, dies ist optisch kaum mehr zu vertreten. Doch wo liegt das Problem bei Alufelgen für den Winter?

Das Leichtmetall ist deutlich anfälliger für die Widrigkeiten des Winters, dazu zählen neben der erhöhten Korrosionsgefahr auch die Sicherheit. Alufelgen, die nicht für den Winter konzipiert sind, können ein Sicherheitsrisiko darstellen, wie beispielsweise durch Druckverlust oder Oxidationen.

Darum gibt es für die kalte Jahreszeit eigens hergestellte Alufelgen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass man diese Felgen dann nur im Winter einsetzen kann. Eine solch besonders robuste Alufelge ist natürlich ganzjahrestauglich. Es sind der Lack und die Beschichtung, die die Felge sicherer machen. Diese Oberflächenbehandlung geschieht in mehreren Schritten und bedeutet einen erheblichen Mehraufwand bei der Herstellung, was wiederum zu einem erhöhten Preis führt. Die verbesserte Oberfläche ersetzt jedoch nicht die Pflege, die diese Felgen zusätzlich im Winter brauchen.

Stahlfelgen sind hier natürlich viel praktischer, sie sind deutlich günstiger und brauchen zudem kaum Pflege. Doch sind sie optisch alles andere als ein Genuss. Man erkennt beim Kauf einer Felge nicht direkt, ob sie wintertauglich ist, dies muss beim Fachhändler in Erfahrung gebracht werden, auch geben die beigefügten Papiere Aufschluss darüber.